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Die (scheinbar) wichtigste Frage unter Müttern


"Stillst du, oder gibst du nur die Flasche?"



 "Stillen ist Liebe" - zugegeben ich kann diesen Satz nicht leiden.

 

Stillen ist auch, wie das füttern mit der Flasche die Möglichkeit sein Baby zu ernähren.

Und man ist nicht weniger oder mehr wert als Mutter wenn man sich für das eine oder das andere entscheidet.

Bei Mathilda damals, also vor genau 5 Jahren war es schon großes Thema und die erste Frage unter Müttern die sich treffen "Stillst du?". Traurig aber daran hat sich bis heute nichts geändert. Mats war keine 14 Tage alt, ich das erste mal in der Öffentlichkeit unterwegs und von einer Bekannten war die erste Frage, noch vor einem selbstverständlichen "wie geht's dir/euch?" die Frage ob ich stillen würde oder ihm die Flasche gebe.

Darüber könnte ich mich lange aufregen, weil ich es einfach mehr als unpassend finde. 

 

Aber jetzt zu unserer Geschichte:

Dieses mal war mein Wunsch groß, ich wollte stillen, ich wollte das Gefühl, von dem alle immer erzählten, diese besondere Bindung zwischen Mutter und ihrem Baby erleben. Den Vorteil genießen, mich nicht extra in die Küche stellen zu müssen und die Flasche fertig zu machen, damit ich mein Baby füttern kann. 

Unser Start war perfekt: Ich erinnere mich noch daran, dass ich mein erstes erfolgreiches Anlegen im Krankenhaus gefilmt habe um es meinem Mann am Abend noch zu schicken mit den Worten  "Schau mal, es klappt wunderbar". Ich fühlte mich großartig und war glücklich. 

Bereits in der ersten Nacht kam allerdings der erste "Rückschlag" bzw. Rückschlag ist falsch, aber etwas was ich erstmal vermeiden wollte, die Ärztin in der Nachtschicht rat mir dazu, Mats etwas zuzufüttern, weil der Blutzuckerspiegel viel zu niedrig war. Darüber wurde ich direkt nach der Geburt schon aufgeklärt, wie wichtig es wäre da schnellstmöglich einzugreifen und bleibende Beeinträchtigungen vorzubeugen.

Er war glücklich, als er seine 30ml bekommen hat und dann war ich es auch. Nach 2 Stunden wurde sein Wert erneut kontrolliert und er war in Ordnung.  Die nächsten Stunden legte ich ihn wie selbstverständlich an und ich hatte das Gefühl, dass er davon auch satt wurde. Die nächste Enttäuschung folgte bereits am nächsten Tag, dem Tag der Entlassung: 10% Gewichtsverlust des Geburtsgewichts sei für die ersten Tage normal, unter 2500g würden sie uns allerdings nicht entlassen wollen und wir lagen minimal darunter. Mein erster Gedanke: Mist meine Milch reicht nicht. Wir haben uns trotzdem dazu entschieden das Krankenhaus mit knapp unter 2500g zu verlassen. Ich wusste selbst, dass ich im Krankenhaus nicht die nötige Ruhe bekomme und ich vermisste den Expertenrat meiner Hebamme, die übrigens großartige Arbeit leistete und der ich wohl so einiges zu verdanken habe.

 

Gleich am Nachmittag kam sie direkt noch vorbei und hat sofort das Problem erkannt, ich hatte von jetzt auf gleich so einen extremen Milcheinschuss, dass es Mats gar nicht mehr möglich war von meiner Brust zu trinken. Sie war so prall, er hatte gar keine Möglichkeit sie richtig zu fassen. Er war frustriert, weil er offensichtlich Hunger hatte und ich war den Tränen nahe vor Schmerzen.

Meine Brust war rot, heiß und spannte bei den einfachsten Bewegungen. 

Meine Hebamme erklärte die Maßnahmen: 

1. Abpumpen, damit der Druck nachlässt, die Brust nicht mehr so prall ist und der Kleine im besten Fall besser an die Brustwarze andocken kann.

2. Kühlen, kühlen und nochmals kühlen

3. Pfefferminztee trinken, damit mein extremer Milcheinschuss (den hatte ich damals bei Mathilda auch) sich schnell reguliert.

 

Gesagt, getan: Zum Glück hatte ich wirklich alles zu Hause, ich war dank Lansinoh perfekt für den Stillstart ausgestattet. Die elektrische Milchpumpe rettete mich - sofort bei den ersten Saugbewegungen der Pumpe fühlte ich die Erleichterung und in kürzester Zeit waren die 120ml voll. 

Ich war begeistert, weil es ersten super schnell ging und dabei vom Geräusch absolut erträglich war.

Und zweitens mag ich die kompakte Größe, kann man auch perfekt mal mit nehmen, da sie sich auch mit einer Powerbank nutzen lässt bzw. selbst für zuhause finde ich es deutlich angenehmer, als die mir bekannten Milchpumpen aus der Apotheke die man gegen Rezept erhält. 

 

Mit der Kombination des Abpumpens, des Anlegens und Kühlens, haben wir, so würde ich zumindest behaupten für uns eine perfekte Stillbeziehung aufgebaut.

Mats ist ein Kind, welches tatsächlich nicht viel trinkt, ihm reichen täglich seine 5 Mahlzeiten und Nachts, was für ein Glück, ist ihm Schlafen deutlich wichtiger als Essen. Und keine Sorge, er nimmt trotzdem zu und wächst so wie er wachsen soll.

 

Mittlerweile brauche ich zum Glück die 3-1 ThermoPerlen Kompressen nur noch selten. Ab und zu nutze ich sie noch beim Abpumpen - da die Wärme den Milchspendereflex anregen und somit die Milch schneller läuft. 

In den ersten Wochen waren sie zum Kühlen für mich allerdings wirklich "lebensnotwendig" - ich bin täglich an einer Brustentzündung vorbeigeschlittert, weil meine Hebamme mich so gut vorbereitet hat, was zu tun ist, wenn ich merke, dass sich etwas anstaut. Jede Mama weiß, wie fürchterlich ein Milchstau/ eine Brustentzündung ist: bei mir äußerte sich das direkt immer Nachts mit Schüttelfrost, Hitzewallungen und Gliederschmerzen und am Morgen dann die sichtlich gerötete und verhärtete Brust. Also wirklich etwas, was man im Wochenbett absolut nicht gebrauchen kann. 

 

Zum Thema Anlegen bei starkem Milchspendereflex war die Empfehlung meiner Hebamme übrigens das verwenden von Stillhütchen und ja sie hatte auch damit Recht.

Wir haben sie Anfangs verwendet und es klappte deutlich besser als ohne, einfach aus dem Grund, weil Mats motiviert wurde, weil er wirklich was von der Milch abbekam, anders als am Anfang, als die Milch wirklich nur so an mir runter lief, wenn ich an ihn dachte. Wichtig hierfür ist übrigens auch die Verwendung der richtigen Größe, meist werden sie in 2-3 Größen angeboten, wobei man in normalen Drogerien am Häufigsten Größe M oder L bekommt und die, gerade für so zarte Neugeborene einfach zu groß sind. 

Wir haben Größe S mit 20mm verwendet und das funktionierte super. 

 

Wie unser Stillalltag nach zwei Monaten aussieht?

Entspannt! Ich bin entspannt, Mats ist entspannt, weil wir beide wohl wissen: "Alles kann, nichts muss."

Es gibt Tage da klappt das Stillen unglaublich gut und dann gibt es wieder Tage an denen ich Anfangs noch sofort ans Abstillen gedacht habe, die ich mittlerweile aber zum abpumpen "nutze" und so Mathilda oder dem Papa mal die Möglichkeit gebe den Kleinen zu füttern. 

Zum Glück macht Mats da keinen Unterschied, er lässt sich ohne Probleme anlegen, nimmt aber auch ohne irgendwelche Verwirrungen die Flasche. Wir nutzen übrigens die Natural Wave Sauger von Lansinoh, die bereits beim Kauf der elektrischen Milchpumpe dabei sind.  Es wurde klinisch bestätigt, dass der Sauger das Risiko einer Saugverwirrung vermindert. Und in unserem Fall kann ich das mit einem klarem JA! beantworten. Mats umfasst den Sauger nämlich so optimal, dass es genau wie beim Stillen zu einem weit geöffneten Mund kommt und somit die Lippen den Sauger umschließen, wie sonst auch die Brustwarze.

 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben. Stillen klappt nicht immer von Anfang an, es ist wirklich "Arbeit" und das Dranbleiben zahlt sich meistens aus.

Und selbst wenn nicht, wissen wir, dass unsere Kleinen auch mit der Flasche Groß und Stark werden :) 

 

Falls ihr noch Fragen haben solltet, nur zu, bin bemüht auf alle einzugehen.

 

Fühlt euch gedrückt,

 

eure Charlotte

Kontakt: www.lansinoh.de

Instagram: @lansinohdeutschland

 

Die Produkte von Lansinoh erhaltet ihr übrigens bei ROSSMANN, seit Neustem auch die tollen Flaschen mit Natural Wave Sauger.

 

Werbung, da mir die Produkte von lansinoh zur Verfügung gestellt wurde



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