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Das gewünschte zweite Kind


mit Ava über Umwege zur Schwangerschaft.



Seit vorletzter Woche haben eure Spekulationen ja eine Ende und auch mein "Versteckspiel" - Wir sind schwanger, für niemanden kam es überraschend und doch war es ein aufregender Weg bis dorthin.

Nicht wie damals bei Mathilda: Pille abgesetzt & im ersten Zyklus direkt schwanger geworden.

 

Und Anfang des Jahres, als ich angefangen habe das Ava Armband zu testen, wusste ich auch noch nicht, was für eine große Rolle es spielen würde. Natürlich nutzte ich Ava auch um meine Zyklus zu tracken, meine fruchtbares Fenster zu bestimmen und im besten Fall dieses auch zu nutzen. Ganze 5 Tage wurden mir grün angezeigt, sprich in den 5 Tagen hatte ich laut Messung die besten Chancen um schwanger zu werden. Machen wir uns nichts vor, schwanger werden ist nicht so easy wie man sich das vorstellt, wenn man sich damit mal beschäftigt, welche Faktoren alle zusammenspielen müssen, damit es funktioniert, wird einem deutlich, dass wir wirklich von einem "Wunder" sprechen.

 

Aber von vorne:

Wie genau das Armand funktioniert, könnt ihr in dem Blogbeitrag "Das Ava Armband" nachlesen, da habe ich euch genau erklärt, welche Parameter von Ava erfasst und ausgewertet werden. Der erste aufgezeichnete Zyklus endete  damals im März wie von Ava vorhergesagt an Tag 29 mit Temperatur- und Ruhepulsabfall, der sich schon zwei Tage davor ankündigte. Zwei Indikatoren die dafür sprechen können, dass eine Schwangerschaft nicht stattgefunden hat. Im Falle einer Schwangerschaft würden diese Werte nämlich sehr wahrscheinlich in Hochlage, sprich höher als in der ersten Zyklushälfte, bleiben.

 

Ich habe das Armband tatsächlich jeden Abend angelegt und habe mich Morgens von der Weckfunktion wecken lassen - ein angenehmes vibrieren am Handgelenk, hat das aufwachen wirklich erträglicher gemacht. Das synchronisieren dauert nur wenige Sekunden und schon wurden die Vorhersagen aktualisiert und spannend wurde es eigentlich immer erst nach dem Eisprung, wenn die "heiße" Phase beginnt.

14 Tage die für Frauen mit Kinderwunsch unerträglich werden können, aber das wusste ich auch erst zwei Monate später.

 

Dann kam er, der 27.04.2019 - Mathildas 4. Geburtstag. Seit Tagen sah meine Kurve sehr vielversprechend aus, alle Werte stiegen, neben der Temperatur, dem Ruhepuls nun auch die Atemfrequenz.

Schnell wusste ich, dass dieses mal etwas anders ist, es fühlte sich so anders an als zu dem Monat davor.

Ich machte noch in der Früh einen Schwangerschaftstest und war so sehr aufgeregt, schließlich war das Haus gleich voller Gäste die versorgt werden wollten. Der zweite Strich kam, wenn auch nicht sehr stark, aber deutlich genug etwas zu erkennen. Und das zwei Tage bevor ich meine Tage hätte bekommen sollen.

Bei Mathilda damals hatte ich irgendwann in der 8.SSW getestet, einfach weil ich es nicht auf dem Schirm hatte. Den Monat davor die Pille abgesetzt, kein Gefühl für meinen Körper und auf einmal war ich schon schwanger. Geburtstag wurde gefeiert, der Mann am nächsten Tag informiert und die Freude war groß.

Sollte es doch wieder so schnell geklappt haben - jetzt weiß ich nämlich, dass 3 Monate "Versuchszeit" nichts ist, im Vergleich was andere Paar durchmachen müssen.

 

Das Ava Armband habe ich noch am gleichen Abend auf den Schwangerschaftsmodus umgestellt: 4 Wochen + 2 stand dort: In dieser Einstellung konnte man nun neben den individuellen Eingaben auch das Gewicht, Symptome, Stimmung, Aktivitäten oder Flüssigkeitszunahme tracken.

Ich legte das Armand wie gewohnt noch jeden Abend an und freute mich jeden Morgen, dass die Werte stiegen - für mich ein beruhigendes Gefühl. Ich machte mir auch keine Sorgen, dass irgendwas sein sollte, schließlich lief bei Mathilda damals alles normal und so wie es sein sollte.

Meinen Termin zur Bestätigung der Schwangerschaft war für 6+1 ausgemacht. Beim aufräumen fiel mir die

Tage dann ein weitere Schwangerschaftstest in die Hände und diesen machte ich dann wie selbstverständlich noch, was soll auch schon sein: Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt keine Blutungen und rechnete fest damit, jetzt einen deutlichen zweiten Strich zu sehe. Und da saß ich nun im Bad und starrte auf diesen Test: der kein bisschen stärker wurde im Gegenteil, man musste schon sowas von genau hinschauen um irgendwas erahnen zu können. Komisch dachte ich mir, müsste der Test nicht stärker werden? Ich fing an zu Googlen - wie blöd von mir. Ich legte mein Handy weg und redete mir ein: "Meine Werte steigen alle, ich habe keine Anzeichen für meine Periode" es wird alles gut sein und der Test einfach nur schlecht. Wie immer am Abend zog ich das Armband an und schlief schlecht, dass zeigten mir auch all meine Werte: Kaum Tiefschlaf und meine Temperatur und der Ruhepuls auf extremen Tiefflug - nichts mehr von Hochlage zu erkennen. Und mein Gefühl an diesem Morgen war fürchterlich: Ich fühlte mich schlapp, hatte extreme Kopfschmerzen und auch Bauchschmerzen die von Stunde zu Stunde schlimmer wurden, richtige Krämpfe, gegen die ich noch mit Magnesium versucht habe anzukämpfen. Nach einem Spaziergang habe ich den Weg in die Badewanne gesucht und Details erspare ich euch lieber. Ich hatte Schmerzen, richtig schlimme Schmerzen und wusste nach 1,5 Stunden, dass es jetzt aber geschafft ist.

Ich war traurig, wir waren traurig und lagen den ganzen Nachmittag nur noch im Bett und schliefen, wahrscheinlich weil mein Körper das einfach gebraucht hat. Als ich aufgewacht bin fühlte ich mich leer, aber es war in Ordnung, weil ich wusste, was mein Körper die letzten Stunden geregelt hatte...

 

Ein paar Tage habe ich Ava weggelassen und habe in meiner App danach wieder in den "ich will schwanger werden" Modus gewechselt und begann einen neuen Zyklus. Ich habe zwischenzeitlich viel darüber gelesen und so ein natürlicher Abgang kommt so häufig vor: Ist schmerzhaft aber nichts, worüber man sich Gedanken machen sollte (sofern dies in einem so frühen Stadium passiert und es sich nicht häuft).

 

Ein neuer Zyklus, eine neue Chance - ich war schnell wieder in meiner Routine drin: Abends anlegen, morgens synchronisieren. Meinen Eisprung habe ich in diesem Zyklus übrigens zusätzlich mit Ovulationstests bestimmt und meine Ava Vorhersage stimmte 1:1 überein.  Übrigens erkennt Ava (sofern die Werte stimmen) nach 6 Tagen ein zweiphasiges Muster, welches mit einem grünen Haken bestätigt wird. Dies bedeutet, dass Ava von einem ovulatorischen Zyklus ausgeht, sprich das ein Eisprung stattgefunden hat. Der grüne Haken kam wie zu erwarten und auch meine Werte stiegen wieder kontinuierlich an - auch über meine 29 Tage hinaus und auch dieses mal blieb mein Periode aus. Dieses mal teste ich nicht so früh und auch lies ich meine App in dem Modus und änderten ihn nicht, zu groß war die  Angst, es würde wieder etwas schief gehen.  Und so sollte es auch kommen. Genau einen Tag vor dem Arzttermin zur Bestätigung der Schwangerschaft fingen sie wieder an: starke Krämpfe, gefolgt von starken Blutungen und ähnlich schnell war es auch ein zweites Mal vorbei. Den Arzttermin am nächsten Tag direkt abgesagt und einen Termin zur Kontrolle in zwei Woche bekommen.  Und auch dieses mal konnte ich mich auf mein Gefühl und auf Ava verlassen, denn  auch dieses mal fielen die Werte schon am Morgen drastisch  - so konnte ich mich insgeheim schon darauf vorbereiten.

(Als Anmerkung:  fallende Werte müssen nichts heißen und jede Schwangerschaft ist anders und jede Frau reagiert auch anders auf Ava - bei mir war nur ein erkennbares Muster zu sehen, welches mich ein zweites mal darauf schließen lies, dass etwas nicht intakt ist.)

 

Das Armand durfte direkt am gleichen Abend wieder an mein Handgelenk, einfach weil ich kontrollieren wollte, was meine Werte und somit mein Körper machten und beide haben mit dem ganzen schnell abgeschlossen und starteten wie zu einer normalen Regelblutung, Werte alle wieder niedrig und die Schwangerschaftstests zeigten auch nichts mehr an  - zum Glück dachte ich mir und ich war stolz auf meinen Körper, der das alles sehr gut regelte und wegsteckte. Und so war mein Kopf im übrigen auch:  Und stempelte es unter "Pech" ab - zweimal hintereinander einfach nur Pech gehabt.

 

Mein Arzttermin nach 14 Tagen fiel exakt auf den vorhergesagten Eisprung  und auch die Ärztin (die nicht meine eigene war, sondern eine Urlaubvertretung - zum Glück) bestätigte mir, dass der Eisprung spätestens  morgen stattfinden sollte. Aber sie sah auch noch etwas anderes und das schockierte mich und machte mich wütend "Also ihre Gebärmutter sieht so alles andere als nach einer Gebärmutter einer jungen Frau aus - eher zu vergleichen mit einer Frau in den Wechseljahren  - so wird eine Schwangerschaft nicht möglich sein". Und mit dieser Aussage bat sie mich, mich wieder anzuziehen und wollte von mir eine Unterschrift für diese Zusatzleistung des Ultraschalls , welche mir in Rechnung gestellt werden würde.

Auf meine Frage hin, was denn genau so auffällig wäre wimmelte sie mich nur ab und meinte, der Zustand der Gebärmutterschleimhaut passt nicht zu dem Timing des Eisprungs und außerdem wäre da Flüssigkeit in der Gebärmutter die sich nicht erklären lässt. Ich sollte doch aber einfach nächsten Monat wieder  kommen um zu schauen ob sich daran etwas verbessert hätte und wenn nicht, dass  man dann hormonell nachhelfen müsste. Auf meine Aussage, dass ich die letzten zwei Zyklen einen frühen Abgang gehabt hätte ermahnte sie mich mit den Worten "Ja, dass ist der Nachteil an dieser frühen Testerei, man sollte schon seine 14 Tage warten bis man überfällig ist".

 

Wieder googelte ich, weil ich einfach nicht klüger geworden bin und fand' viele Berichte über  frühe Abgänge, über die Wichtigkeit der Gebärmutterschleimhaut und und und. Letztendlich bin ich auf ein Forum gestoßen indem sich Ava Nutzerinnen austauschen und war schockiert.  Unerfüllter Kinderwunsch macht einen fertig, dass konnte ich rauslesen, aber man muss doch noch so realistisch sein, dass weder ein Armband noch irgendwelche Tees schwanger machen - sie können bei gesunden Paaren unterstützen , aber niemals beheben sie grundlegend körperliche Beeinträchtigungen.

Ich nutze mein Armband immer noch täglich und auch wir als Paar hatten zeitweise damit zu kämpfen, da es in gewissermaßen unter Druck setzt, da wir über das fruchtbare Fenster bescheid wussten und dieses natürlich auch nutzen wollten, aber nicht verbissen an die Sache rangehen wollten. Mit der Diagnose der Unmöglichkeit in meinem Zustand schwanger zu werden trug ich das Armband in dem Monat lediglich für mich  um zu schauen ob mein Körper die letzten zwei Monate wirklich so gut weggesteckt hat.

Und was soll ich sagen : Der Zustand des nicht schwanger werden könnens kommt Februar 2020 zur Welt ;-)

 

Was genau der Grund war wieso es zweimal nicht geklappt hat und so abrupt endete  und was mein eigenes Bauchgefühl  damit zu tun hat, erzähle ich euch die Tage mal ausführlicher .

Auf jeden Fall trage ich Ava seit der 10 .Schwangerschaftswoche wieder sehr gerne und kontrolliere damit meinen Schlaf und notiere mir meine kleinen Wehwehchen um auf Rückfragen beim Frauenarzt besser reagieren zu können, weil ich mir leider mittlerweile noch weniger merken kann, also eh schon  ;-)

Das Gewicht im übrigen trage ich dort nicht ein und auch in meinem Mutterpass steht dieses nicht drin, einfach weil es mich nicht interessiert und ich es gar nicht erst wissen möchte. Mein Arzt akzeptiert es und löscht die kg Angabe sogar aus allen Arztbriefen die mir nach Hause geschickt werden, raus.

 

Abschließend  ein paar Worte zu Ava:

Ich kann es empfehlen, allen Frauen/ Paaren die einen Kinderwunsch haben und diesen erfüllen wollen.

Das Armband alleine macht nicht schwanger, da sind wir uns glaube ich einig, es kann unterstützen und interessante Informationen liefern.

Hier also meine Übersicht der Pro und Contras im Bezug auf die Nutzung des Ava Armbands:

 

Pro:

  • Ava hat bei mir stets das fruchtbare Fenster korrekt angezeigt, sogar als ich mit Ovus gegengetestet habe oder auch bei der Untersuchung beim Frauenarzt hat es gepasst.
  • Ava hat mir viele Einblicke in meine allgemeine Gesundheit geliefert.
  • Ava hat mir ermöglicht, persönliche Empfindungen einzutragen und so den Zyklus und die Zyklusphasen besser zu verstehen.
  • Ava war für mich eine bequeme und super einfache Form, meinen Zyklus zu verfolgen und den besten Zeitpunkt zum Schwanger werden abzupassen .

Contra:

  • Durch die vielen Einblicke in den Zyklus, kann Ava einen unter Druck setzen, weil man zwar erkennt, wann man schwanger werden kann, aber an den Werten eben auch sieht, wenn es doch nicht geklappt hat.
  • Die Enttäuschung ist wahrscheinlich ähnlich groß, wie wenn man auf den negativen Schwangerschaftstest blickt, aber mit Ava erahnt man sie eben einfach schon früher (das ist nicht das beste Gefühl).

Mein Tipp um den Druck in der 14 tägigen Wartezeit etwas erträglicher zu machen (ist ja so schon, dass sich die 2 Wochen anfühlen wie ein ganzes Jahr):

Man kann alle oder nur einzelne Parameter in der App ausblenden. Sprich, wenn der Eisprung durch ist und diese doofe Warterei beginnt, einfach die Temperaturkurve und die Atemfrequenz in der App ausblenden und somit spart ihr euch die Panik, jeden Morgen einen Abfall sehen zu können. Nach dem Schwangerschaftstest kann man die Werte wieder einblenden und dann rückwirkend nachvollziehen, wie die Werte aussahen und was sie bedeuten.

 

Für mich aber ganz klar eine Empfehlung unter Freundinnen und somit auch an euch :)

 

Übrigens könnt ihr weiterhin mit dem Code **MATHILDASK20** 20€/ CHF 20 bei eurer Bestellung sparen, wenn ihr euch auch ein Ava Armband zulegen wollt.

 

Das wars jetzt wirklich - einer der persönlichsten Blogpost von mir.

 

Fühlt euch gedrückt,

 

eure Charlotte

Kontakt: https://avawomen.link/CharlotteHertlein

Instagram: @avawomen_de

 

Werbung, da mir das Armband von Ava zur Verfügung gestellt wurde



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